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Das Beinhaus auf dem Friedhof in St. Maurenzen gehört zum fortgeschrittenen Typ der Beinhäuser. Es wurde wahrscheinlich im Laufe des 18. Jh. gebaut. Im virtueller rundgang maurenzen 10quadratischen Grundriss des Beinhauses ist der selbstständige Raum der Kapelle ausgegliedert, ursprünglich mit einem Altar und mit dem Wandgemälde der Kreuzigung und Allegorie des Fegefeuers. Die Wände des eigenen Beinhauses werden auf den Seiten mit den Medaillons eines Reichen und einer eitlen Frau sowie mit den Knochenmännern, wahrscheinlich vom Wandzyklus des Totentanzes, verziert. virtueller rundgang maurenzen 09Der Raum des Ossariums ist durch vier kleine hölzerne Gitter auf gemauerten Sockeln geteilt, zwischen denen sich ein Durchgang in Form des gleicharmigen Kreuzes befindet. In den begrenzten Räumen liegen die Haufen der menschlichen Knochen, ohne eine absichtliche Anordnung aufzuweisen. Es handelt sich jedoch nicht um den ursprünglichen Zustand; wahrscheinlich wurden die Knochen früher regelmäßig geordnet. Trotzdem gehört das Beinhaus in St. Maurenzen zu den nicht nur auf dem Gebiet des Böhmerwaldes, sondern in ganz Tschechien selten erhaltenen Beispielen der kleinen Gedenkarchitektur.

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Bild 4
Herr Alois Ausprung, Kundratice, zahlt für die Miete des Wagens mit Kutscher und für die Fahrt zum Maurenzener Friedhof für die Beerdigung seiner verstorbenen Mutter. Preis: 230,-. Kundratitz am 12. 1. 1947.

Bild 5
Bei der Beerdigung von Theresia Aussprung hatte Sohn Alois Aussprung in Kundratitz No. 35 folgende Aufwendungen gemäß den vorgelegten Bestätigungen: Wagen für den Sargtransport 230,-; Ausrüstung des Sarges 99,-; Priester, Küster, Totengräber 550,-; einen Sarg 1.250,-; insgesamt 2.129,- . Dieser Betrag kann von der Treuhand Kaution freigegeben werden. Aussprung ist österreichischer Staatsbürger.

Bild 6
Der Friedhofplan mit den Namen der Verstorbenen befindet sich vor dem Beinhaus.

 

 

 

 

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Leben im Böhmerwald in der Zeit von 1918 bis 1946

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